Jahresrückblick 2021: Die Achterbahn geht steil in die Höhe

Maja schaut nach links
Nun ist es soweit: das Jahr ist fast vorbei und ich veröffentliche den Jahresrückblick 2021. Was für ein Jahr das doch war. Nach dem quasi Stillstand in 2020 kam schon gleich zu Beginn des Jahres sehr viel Bewegung auf, und ich machte viele Dinge, von denen ich zuvor überhaupt keine Ahnung hatte.
2021 hatte kein Jahresmotto, aber wenn ich so zurückblicke denke ich, das passendste Motto wäre „Lernkurve“ gewesen.
Das fing schon im Januar an, als ich die ersten Termine für mein großes Projekt in diesem Jahr, dem Online-Kongress mamas go minimalist hatte. Wie kann ich am einfachsten Termine machen ohne viel Geschreibe hin und her? Wie nehme ich am besten die Videos auf? Wie bekomme ich einen guten Ton hin? Wo (das hat mich fast zur Verzweifelung gebracht) kann ich die Videos aufnehmen, so dass sie nicht zu dunkel sind??? Wo soll die Seite gehostet werden? Wer hilft mir bei der Umsetzung? Wie mache ich die Umsetzung? Etc. etc. etc.
So viele Dinge, von denen ich keine Ahnung hatte und in die ich mich recht schnell einarbeiten musste. STEILE Lernkurven im ganzen Prozess, auch noch während des Kongresses, denn wie man das Emailprogramm nutzt und damit eine halbwegs vernünftig aussehende Email schreibt, die Videos vernünftig einbindet oder das Verkaufstool für die Kongresspakete nutzt, habe ich erst gelernt, als der Kongress losging. Es war alles tooooooolllll und hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, und ich bin so dankbar, dass ich mit so vielen tollen Menschen sprechen durfte und für das, was ich alles lernen konnte ????.
Und es ging auch genau so weiter, irgendwie auf allen Ebenen:
  • Renovierungsarbeiten,
  • der erste Urlaub im eigenen Wohnwagen,
  • Yogalehrerausbildung,
  • und so weiter und so fort.
Mehr dazu kannst du in diesem Jahresrückblick 2021 lesen.
Aber die offensichtlichsten Lernkurven fanden im Verlauf des Jahres im Innern statt. Ich habe so viel über mich gelernt. Was ich mir für mein weiteres Leben wünsche, wie ich in der Welt stehen und was ich in die Welt tragen möchte. Warum ich mich manche Dinge nicht getraut habe, und warum ich mich doch trauen kann. Die Stadien im Prozess haben die Aufmerksamen bestimmt bemerkt, und das Resultat ist noch nicht zu sehen, ganz so weit ist es noch nicht, aber bald.

Mein Start in die Online-Welt

Seit 2013 liebäugele ich damit, und in 2021 war es dann endlich soweit! Ich steige in die Online-Welt ein! Eigentlich ist es einfach. Ich gehe mit den Themen, mit denen ich sowieso schon Menschen unterstütze, an eine größere Öffentlichkeit. So dachte ich. Mir war in dem Moment überhaupt nicht klar, dass so ein “sich zeigen” in größerem, anonymem Rahmen ganz viel mit mir macht und Entwicklungsprozesse anstößt, die ich so nicht erwartet hatte. Aber eins nach dem anderen.
Seit einigen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Minimalismus. Nicht als Trend, dem ich gerne folgen wollte, sondern weil mein Leben von viel zu viel Zeug völlig überladen war und ich zu oft das Gefühl hatte, im Chaos unterzugehen.
Natürlich gab es dafür Gründe: grundlegende berufliche Veränderungen, ein Job, der 130km von meiner Heimatstadt Bonn entfernt war, so dass ich nur am Wochenende zuhause war, kleine Kinder, etc. etc.
Gründe helfen allerdings nicht weiter, und irgendwann war das Maß voll. Wir haben ganz viel entrümpelt. Schicht um Schicht, und je weniger Dinge mich belasteten, desto mehr Zeit und Freiheit hatte ich, die Dinge zu tun, die den größten Wert für mich hatten. Je weiter ich in diesem Prozess fortschritt, desto mehr kamen andere Menschen auf mich zu, die ähnliche Probleme hatten, und die sich Unterstützung dabei wünschten, ihr Leben zu entrümpeln. Das machte mir großen Spaß.
Was war also näherliegender, als mit diesem Thema auch Online präsent zu sein? Gesagt, getan.

mamas go minimalist Onlinekongress

Als erstes großes Projekt nahm ich mir einen Onlinekongress vor. Meine Definition von Minimalismus lautete: Platz schaffen für das Wesentliche. Den Kongress nannte ich mamas go minimalist.
Kongress

mamas go minimalist Onlinekongress

In den ersten drei Monaten des Jahres nahm ich fast 30 Interviews auf, zu verschiedensten Themen, die die Speaker und ich aus dem Blickwinkel des Minimalismus betrachteten. Es ging um Ordnung und weniger Dinge im Zuhause, das Leben auf kleinerem Fuß, Reisen und Outdoor, Zero Waste, Slow Family, Achtsamkeit, Finanzen und noch vieles, vieles mehr. Alle Gespräche waren so wertvoll und haben so viel Spaß gemacht. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, einen Schatz in der Hand zu halten.

Parallel zu den Interviews ging es darum, mich mit der Technik vertraut zu machen und den Kongress auf den unterschiedlichen Ebenen vorzubereiten. Ich brauchte eine Webseite mit allen möglichen Plugins, auch viele, die ich mir anfangs gar nicht hätte vorstellen können. Zum Beispiel ein Formular, indem die Speaker ihre Informationen eintragen konnten. Das hat die Kommunikation sehr erleichtert und war wesentlich dafür, dass ich von allen Speakern die wichtigsten Informationen und die richtigen Links hatte. Wäre ich vorher nie auf die Idee gekommen! Außerdem brauchte ich ein Emailprogramm, einen Mitgliederbereich, eine Verkaufsseite und vieles mehr. Am Anfang schwirrte mir allein schon von den vielen unterschiedlichen Namen der Kopf. Was bitte schön ist der Unterschied zwischen Digistore und Digimember? Klicktipp? Und wie hieß nochmal der WordPress Theme? Das war doch ein Untertheme von einem, den ich schon vor Jahren gekauft hatte, oder?

Puh. Mir schwirrte ganz schön oft der Kopf. Zum Glück hatte ich unglaublich viel Unterstützung von Liv Wach und Dominik Hurks. Ohne die beiden hätte ich das alles niemals geschafft, Und dann war es soweit! Am Sonntag, 18.04.2021, um 18 Uhr ging der Kongress mit den ersten vier Interviews live! Übert 3000 Teilnehmer:innen waren dabei, wow!!

Die Kongress-Woche war ganz schön aufregend. Funktioniert alles? Habe ich vielleicht etwas vergessen? Tatsächlich hatte ich in einem Newsletter das falsche Interview verlinkt, aber zum Glück schrieben mir das einige Teilnehmerinnen sehr schnell und ich konnte es ändern. Überhaupt bekam ich viel positives Feedback von Teilnehmerinnen, was mich unheimlich beglückt hat. Mein Ziel war gewesen, Mamas zu zeigen, wie sie durch Minimalismus Freiheit, Freude und Leichtigkeit in ihren Alltag bringen, und die Rückmeldungen haben mir bestätigt, dass ganz viele Mamas sehr viel mitnehmen konnten. Hier ein paar der Nachrichten:

Liebe Maja,

Ich hatte leider diese Woche nur heute Zeit mir einige der Interviews anzusehen und sie waren großartig. Ich habe heute sehr viel Inspirationen mitgenommen und sitze gerade sehr glücklich auf dem Sofa. Der Schlussstrich von Nadine hat genau die richtige Energie um nun ins Bett zu gehen und gerade eben habe ich mir noch ein Kongresspaket gesichert, damit ich die anderen auch noch ansehen kann. Vielen lieben Dank für die tollen Interviews und Deine Arbeit.

Liebe Grüße Isa

Hallo Maja!!!

Ich bin so so so begeistert von deinem Kongress…Mittlerweile gehören die Interviews schon zu meiner täglichen Routine- die Pause dazwischen war jetzt echt hart und ich wünschte mir es könnte ewig so weitergehen! Ich hab schon einiges im Haus geschafft das ich mir schon seit Jahren vornehme und bin jetzt so stolz! Ich höre sie mir auch einfach gerne nochmal als Bestätigung an, wie ein nettes Gespräch mit einer guten gleichgesinnten Freundin Durch die lange Krisenzeit und hier mit 3 Kindern und zwei systemrelevanten Jobs bin ich gerade als Mama in ein tiefes Loch gefallen! Die Interviews haben mit so viel Mut gemacht, mich motiviert wieder zu beginnen und mich zum Lachen gebracht!

Nun freue ich mich schon, dass es weitergeht mit dem GOLD PAKET.

~Alexandra

ich bin ganz begeistert von deinem angebot zu diesem thema, es hilft, vielen, vielen dank!

ps: hab grad dieses meme bekommen, ich dachte mir, es passt irgendwie zum thema, lg brigitte


Rollercoaster Zielfindung

Nach dem Kongress war es für mich schwer, weiterhin mit dem Thema Minimalismus präsent zu sein. Es zeigte sich immer mehr, dass das nicht der Kern meiner Botschaft ist. Ich verspürte eine innere Unruhe, die ich nicht einordnen konnte. Ich wurde häufiger krank. Ich war unzufrieden und wusste nicht, warum.

In einem Gespräch mit einer lieben Freundin wurde mir klar: mein tiefstes Anliegen ist das, was mein eigenes Leben am meisten prägt. Ich möchte Frauen (vor allem Mamas) mit einer chronischen, entzündlichen Krankheit ganzheitlich unterstützen, ein glückliches und möglichst gesundes Leben zu führen. Das schließt Minimalismus ein (Krempel überall = Stress = Entzündungen im Körper), aber auch viele andere Dinge, die unser Leben und unsere Gesundheit beeinflussen.

Es hat einige Monate gedauert, bis ich mich wirklich getraut habe, dieses Thema als meins anzunehmen, auch wenn es sich sofort richtig und gut angefühlt hatte. Warum? Ich habe keine formale medizinische Ausbildung (noch nicht?), und Gesundheit schließt immer heilkundliche Aspekte ein. Kann ich das denn machen? Aber ich habe über 20 Jahre Erfahrung als Betroffene und habe mich in dieser Zeit mit so ziemlich allem auseinandergesetzt, was es zum Thema MS und Entzündungshemmung gibt. Nun, im Dezember 2020, bin ich völlig im Reinen mit meiner Herzensmission und freue mich auf diesen neuen Abschnitt der Reise.


Eine neue Webseite: unter meinem Namen??

Die Webseite des Kongresses hatte ich ja schon gemacht und somit erste Erfahrungen gesammelt. Nun stellte sich die Frage: Wie geht es weiter? Nicht nur inhaltlich, sondern auch visuell? Ich wollte nicht mehr so viele unterschiedliche und kostenpflichtige Tools haben. Entgegen aller Ratschläge entschied ich mich gegen Ende des Jahres, von WordPress zu Wix zu wechseln. Dort habe ich alle Tools, die ich während des Kongresses benutzt habe, unter einem Dach. Es fühlte sich stimmig an, und ich habe schon vor vielen Jahren gelernt, bei Entscheidungen vor allem auf mein Bauchgefühl zu hören.

Als ich mich bei Wix angemeldet hatte, machte ich mich daran, die Startseite zu gestalten und neue Farben zu integrieren. Die Webseite ist noch nicht fertig, und ich werde noch die Seiten von WordPress integrieren, aber der erste Schritt ist geschafft.

Neben der Technik und der Darstellung der Seite gab es noch die Frage nach dem Namen und der URL. Ich habe verschiedene Titel in Erwägung gezogen und zwischenzeitlich mama sein leicht gemacht ausgewählt. Aber 100% stimmig war das nicht. Viele empfehlen ja, einfach den eigenen Namen zu nutzen. Aber puh, das würde ja bedeuten, dass ich als Person völlig schutzlos dem Internet ausgeliefert bin. Ich könnte mich hinter nichts verstecken. Das war ganz schön angsteinflößend. Und überhaupt, was maße ich mir an? Ich bin doch keine Berühmtheit, die einfach so mit ihrem Namen für etwas steht!

Aber trotzdem klang es verlockend. Mein Name ist mit keinem Konzept verbunden. Ich kann also veröffentlichen, was mir wichtig erscheint. Außerdem bedeutet der eigene Name in der URL, dass ICH tatsächlich für die Dinge einstehe, die auf der Seite zu finden sind. Na ja, das ist natürlich sowieso so, aber es fühlt sich viel mehr auch danach an, dass ich die 100%ige Verantwortung trage. Beides zusammen ergab ein Gefühl von Freiheit, dass mir sehr gefiel.

Ab Dezember 2021 heißt meine URL also ganz einfach https://majazarini.com. Die Seite ist noch in den rudimentärsten Anfangsstadien, aber ich bin happy!


Meine ersten Produkte

In diesem Jahr habe ich einige tolle Produkte entwickelt.

Eins ist dasmamas go minimalist Kongresspaket mit den inspirierenden Interviews und, in der Premiumversion, tollen Boni.

Kongresspakete

mamas go minimalist Kongresspakete

Das andere ist ein Programm, in das ich meine ganze Leidenschaft gelegt habe. Eine besondere Art von Kurs, individualisiert, bedürfnisorientiert und flexibel!

My soul journey: dein Weg zu Balance, Leichtigkeit und Freiheit

Titelbild zum Programm My soul journey

Außerdem habe ich noch drei kostenfreie Tools erstellt:

5 Tipps Minimalismus

Die 7 häufigsten Fehler bei der Essensplanung


Podcast mama sein leicht gemacht

Der Kongress und die Interviews haben mir so viel Spaß gemacht, dass ich auch weiterhin Interviews führen wollte. Also habe ich den mama sein leicht gemacht Podcast begonnen. Hier schauen wir uns alle Aspekte des Lebens mit Familie an und erforschen Wege, wie das Mamaleben leicht, erfüllt, gesund und voller Freude sein kann.

Viele Episoden sind Expert*inneninterviews zu verschiedenen Themen. Acht Episoden sind bereits fertig. Journaling, Entspannung für Kinder und Ordnung im digitalen Chaos sind nur drei Themen, von denen die Episoden handeln. Ich plane, den Podcast noch vor Ende des Jahres live zu schalten.


Never-ending Umbau

Auch privat stand in diesem Jahr so einiges an. Seit 2019 sind wir dabei, unser Reihenhäuschen aus den 70er Jahren zu renovieren. Die Handwerker sind mit ihren Arbeiten fertig, aber so manches, was wir selber machen wollten, brauchte seine Zeit und ist, in fast allen Fällen, immer noch nicht fertig. Was in diesem Jahr geplant war:

  • die Bäder verschönern

  • den Garten neu anlegen

  • alle Bilder wieder aufhängen

Fertig geworden sind wir, ähm… natürlich nicht mit allem, aber… manche Bilder hängen, am großen Bad bin ich dran, und der Garten… zumindest haben wir schonmal Pflanzen umgesetzt ????


Ein Wohnwagen? Wirklich?

In 2020 hatten wir einen Wohnwagen gekauft. Den nutzten wir zum ersten (und vermutlich einzigen) Mal in den Sommerferien 2021. Die Kinder und ich verbrachten die ersten zwei Wochen allein auf einem Campingplatz auf Fehmarn. Es war eine tolle Zeit, so ziemlich ohne Internet und direkt am Meer. Natürlich mussten wir uns erstmal zurechtruckeln, denn keiner von uns wusste, wie Wohnwagenurlaub geht. Bis dahin waren wir immer nur mit dem Zelt unterwegs gewesen. Viele Dinge bezüglich des Wohnwagens waren jedoch unausgesprochen überhaupt nicht klar.

Als nach zwei Wochen Ursula, die Co-Mutter meiner Kinder, zu uns kam, sah ich auf den ersten Blick, dass für sie der Wohnwagen nur eine schwere Last war. Offensichtlich hatten wir das Thema nicht VOR dem Kauf angesprochen. Ich war so euphorisch gewesen, endlich in einem Wohnwagen Urlaub zu machen – vor allem. weil es darin eine Toilette gab und ich in der Nacht meistens raus muss. Bis zum Toilettenhäuschen auf dem Campingplatz ist es meistens eine ganz schöne Strecke, und in einem Urlaub, als ich mich ganz kurz hinter das Zelt hocken wollte, bin ich fast in eine Kröte getreten. Zelt ist für mich also subobtimal.

Wohnwagen

Unser Wohnwagen

Nach so manchen Gesprächen und auch Diskussionen im Urlaub entschieden wir uns, den Wohnwagen wieder zu verkaufen. Der Prozess war im Nachhinein sehr wertvoll, denn wir konnten ganz klar sehen, was dazu geführt hatte, dass wir an einen solchen Punkt gekommen sind, und wie wir unsere Kommunikation ändern können, damit es nicht mehr zu solchen Schwierigkeiten kommt – vor allem nicht bei größeren Entscheidungen, wie z.B. der Anschaffung eines Wohnwagens.

Bisher haben wir ihn zwar noch nicht inseriert, aber er ist wirklich schön, und bestimmt findet er ein anderes, gutes Zuhause.

Im Herbst 2021 wir auf einer Campingmesse in Köln. Dort haben wir einen großen Klappcaravan gesehen, von dem wir beide sofort begeistert waren. Acht Menschen können bequem darin schlafen. Das bedeutet, dass wir auch kein zusätzliches Zelt mehr bräuchten. Das war mit dem Wohnwagen der Fall. Wir haben nicht lange darüber nachgedacht und den Klappcaravan sofort gekauft. Im März bekommen wir ihn. Ich bin gespannt, wir der Urlaub damit wird!


Flut

Als am Mittwoch, 14. Juli 2021, den ganzen Tag der Himmel bedeckt war und es gegen Mittag begann, stark und ohne Unterlass zu regnen, dachte ich nicht an eine größere Katastrophe. Ich wollte eigentlich die Koffer für unseren Sommerurlaub an der Ostsee packen, denn zwei Tage später sollten wir losfahren. Lust hatte ich bei so einem miserablen Wetter nicht darauf, und so kam ich nur schleppend voran. Am späten Nachmittag sagte ich zu Ursula: „Ich glaube, wir sollten mal schauen, ob Wasser im Keller steht.“ So viel und so lange hatte es hier noch nie geregnet. Zumindest nicht, seit wir hier wohnen. In unserem Keller stand kein Wasser, aber schon kurze Zeit später kamen die ersten Meldungen über Hochwasser und überschwemmte Straßenzüge nicht weit von unserem Bonner Stadtteil entfernt.

Teile von Bonn waren betroffen, stark auch die nahe gelegenen Gemeinden Rheinbach und Euskirchen, sowie Köln und viele andere Orte hier im Süden von NRW, an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Wir kennen in all diesen Orten Menschen, aber das Ausmaß der Katastrophe war uns überhaupt noch nicht klar, und über die Lage im nahen Ahrtal in Rheinland-Pfalz hatten wir noch gar nichts gehört.

Naturkatastrophen hatte ich noch nie so in der Nähe erlebt, und ich verstand noch gar nicht, dass das Ganze irgendwie auch uns betraf. Am nächsten Vormittag fuhr ich, ziemlich naiv und ohne die neuesten Nachrichten gehört zu haben, mit den Kindern zu einem Campingausstatter nach Köln. Wir brauchten noch ein paar Sachen für unser Zelt, das ein wenig kaputt war. Inzwischen war mein ganzer Fokus auf dem vierwöchigen Campingurlaub, zu dem die Kinder und ich am nächsten Morgen (16. Juli) aufbrechen wollten. Nachrichten konsumierte ich an dem Tag nur ganz oberflächlich.

Auf dem Weg nach Köln kamen wir an einige Stellen, wo das Wasser ziemlich hoch auf der Straße stand. Direkt neben dem Laden, zu dem wir wollten, war ein etwas tiefer gelegener Parkplatz völlig überschwemmt. Die Autos auf dem Parkplatz standen bis zu den Fenstern im Wasser. Wir waren zutiefst erschrocken. Die Atmosphäre war irgendwie unheimlich.

Am nächsten Morgen fuhren wir frühzeitig los. Erst auf der Fahrt hörten wir im Radio, was in unserem direkten Umfeld geschehen war. Ganze Orte waren von der Flut betroffen, Häuser weggeschwemmt oder unbewohnbar, ganze Gegenden hatten keinen Strom, es gab Tote. Wir waren fassungslos.

Viele Menschen boten über das Radio ihre Hilfe an oder stellten ihre Wohnungen und Häuser kurzfristig als Unterkunft zur Verfügung. Es waren Sommerferien in NRW, und viele Menschen waren im Urlaub. Wir waren ja auch weg, nur Ursula war noch da, und sie bot sofort auch unser Haus als Notunterkunft an. Da war ja jetzt viel Platz.

In unser Haus zog keiner ein; Notunterkünfte wurden zeitnah eingerichtet. Aber an der Ostsee erreichten uns in den nächsten Tagen und Wochen so manche Anrufe und Nachrichten. Es gab Rückfragen bezüglich Bekannter, die niemand erreichen konnte. Sie waren ohne Strom und konnten sich bei niemandem melden. Freunde und Bekannte hatten Verwandte bei sich aufgenommen, die kein Zuhause mehr hatten. Manche baten um Spenden für betroffene Familien aus ihrem Umkreis.

Als wir nach vier Wochen wieder nach Hause kamen, hörten wir, dass der Kindergarten, in den meine drei großen Kinder ein paar Jahre zuvor gegangen waren, in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli mit Wasser vollgelaufen war. Er steht in einer Senke, in der sich die abfließenden Regenmassen sammelten. Die Eltern wurden alarmiert und versuchten, alles aus dem Gebäude zu retten, was noch zu retten war. Das Kindergartengebäude muss kernsaniert werden und ist für mindestens ein Jahr nicht nutzbar. Die beiden Gruppen mussten in ein naheliegendes Gebäude umziehen.

In unserem näheren Umfeld hörten wir von Fällen, in denen Keller unter Wasser gestanden hatten. Eine Bekannte hatte große Schäden in ihrem Atelier und manche hatten ihre Wohnung verloren.

Verwandte hatten Mitte Juli Urlaub im Ahrtal gemacht, einem Zentrum des Hochwassers. Als das Wasser kam, wurde ihr Auto weggespült. Es stand einfach nicht mehr auf der Straße. Sie berichteten von schrecklichen Szenarien, in denen Menschen um Hilfe rufend in der Flut trieben und aus den reißenden Wassermassen gerettet wurden. Side note: Gegen Ende des Jahres bekamen sie Nachricht, dass ihr Auto – natürlich nicht mehr nutzbar – gefunden worden war.

Als mein Sohn in den Herbstferien (im Oktober) einen Schulkameraden in Ahrweiler besuchte, sahen wir zum ersten Mal richtig schlimme Hochwasserschäden. Zwar war schon viel aufgeräumt, aber es sah trotzdem noch aus wie in einem Kriegsgebiet. Hier ein paar kurze Videoaufnahmen von der Fahrt.

Bis jetzt (Dezember 2021) ist es noch so gut wie unmöglich, hier einen Handwerkertermin zu bekommen. Alle sagen dasselbe: sie sind momentan völlig ausgelastet mit dem Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten. Es bleibt viel zu tun.

Im Ahrtal, Oktober 2021

Im Ahrtal, Oktober 2021


Uplifted Yoga for me

Uplifted Yoga

Copryright: Brett Larkin, Uplifted

Einem Impuls und der begeisterten Empfehlung einer Freundin aus den USA folgend, entschloss ich mich in 2021, in einem amerikanischen Programm online eine Yogalehrerausbildung zu machen. Was?????? Ich????? Ich kann mich nicht mal mit geraden Beinen vorne überbeugen, ohne dass meine Kniekehlen brennen vor Schmerzen! Yoga hatte ich vor Jahren mal gemacht, aber schon lange nicht mehr. Egal, meine Freundin Dana sagte, das sei alles nicht wichtig, es ginge nur um meinen Entschluss. Ich dachte, dass es vor allem um meine persönliche Entwicklung ginge und schrieb mich für den Kurs ein: https://www.brettlarkin.com/online-yoga-teacher-training/

Schon nach kurzer Zeit war ich begeistert. Begeistert! Ich habe so viel über Anatomie und Physiologie gelernt wie noch nie. Zudem noch die Philosophie des Yoga und die riesige Unterstützung durch die ganze Gruppe!

Quintessenz des Trainings: “The pose is not the goal!” (die Haltung ist nicht das Ziel) und “Yoga asanas are a preparation for meditation.” (Yogaübungen sind Vorbereitung für Meditation)

Im Dezember 2021 habe ich die Prüfung tatsächlich bestanden!

YTT 200 Badges Color

Ich bin sehr stolz und froh!


Schamanische Einweihung

2021 scheint ein Jahr des “Impulsfolgens” gewesen zu sein. Als ich im Sommer so im Wohnwagen saß, dem Wetter und der Natur nah, schrieb ich, ohne weiter darüber nachzudenken, eine liebe, gute Bekannte an, ob ich bei ihr mehr über den Schamanismus lernen könne. Genauer gesagt fragte ich sie, ob sie Schüler*innen annähme.

Zu meiner Freude sagte sie ja, und schnell fand sich eine Gruppe von fünf Frauen zusammen. Schon am Ende der Sommerferien begannen wir in der Eifel mit einer Initiation in das Element Wasser. Das Ganze fand an einem Bach statt, der einige Wochen zuvor noch im Kontext der großen Flut, die unsere ganze Region betraf, die gesamte Wiese überschwemmt hatte. Nun war alles friedlich und der Bach plätscherte wieder in seinem ursprünglichen Bett, aber die Spuren der Flut waren überall zu sehen. Es war ein wunderbarer Tag und auch innerlich sehr einfach für mich.

Mit riesigen inneren und äußeren Hindernissen war ich dann bei unserem geplanten zweiten Treffen im Herbst konfrontiert. Als sie zu guter Letzt in Form eines kranken Kindes auftauchten, gab ich ihnen nach und blieb zuhause. Die anderen Frauen sind so toll. Die Frauen ermöglichten einen Nachholtermin, und jede unterstützte mich auf ihre eigene, wundervolle Weise. So ein Geschenk.

Im nächsten Jahr geht es weiter, und ich bin schon ganz gespannt.


Tristan und Isolde

Ein absoluter Highlight in 2021 fand gegen Ende des Jahres statt. Mein Freund lud mich in die Oper ein, genauer gesagt zu einer Wagner-Oper! Tristan und Isolde fand in Duisburg statt, eine moderne, vielseitige Inszenierung der Deutschen Oper am Rhein. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet und war so happy!

Richard Wagners Musik lernte ich während meines Studiums in den USA so richtig kennen und lieben. Während eines Pflichtkurses, den ich nur widerwillig belegte, der sich aber schnell als unglaublich bereichernd entpuppte. Das war gegen Ende der 1990er Jahre, und seitdem wollte ich gerne eine Wagner-Oper besuchen, aber es ist nie dazu gekommen. Bis in diesem Jahr!! Supermegatollesspitzenmäßiges Weihnachtsgeschenk!!!

Deutsche Oper am Rhein

Tristan und Isolde, Deutsche Oper am Rhein, 2021


Was sonst in diesem Jahr los war

  • Buddhistische Studienprüfung In meiner buddhistischen Richtung gibt es die Möglichkeit, die Schriften tief zu studieren und dazu auch Prüfungen abzulegen. Schon in 2020 wollte ich die dritte dieser Prüfungen ablegen, die nur alle paar Jahre angeboten wird. Wegen Corona wurde sie abgesagt. Nun war es in 2021 soweit, und ich habe teilgenommen.

  • Memoiren Mein lieber Papa schreibt seine Autobiografie. In Romanform. Es ist wunderbar und wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Ich darf ihm ein bisschen bei Satzbau und Grammatik helfen, und dafür bin ich sehr dankbar.


Mein wichtigstes Learning in 2021

Ich habe oft verständnisvoll genickt, wenn es ums Pareto-Prinzip oder die 80/20 Regel ging. Die besagt, dass 20% deines Aufwands für 80% deines Ergebnisses verantwortlich sind. Toll, oder? Ich fand das super, aber in meinem Leben habe ich es nur in Ansätzen umgesetzt. Ich dachte: ‚20%? Das ist sehr wenig. Wer weiß, vielleicht stimmt es ja nicht? Dann erreiche ich nicht das, was ich mir vorgenommen habe. Es ist nur eine Theorie…‘

Aber in 2021 war sehr viel los. Renovierungsarbeiten, ich Vollzeit in der Schule, Onlineaktivitäten, Hausaufgaben und Hobbies der Kinder, Buchprojekt meines Vaters, bei dem ich helfe, etc. etc. Viele Projekte, die ich mir vorgenommen hatte, waren eine Last, vor allem in der zweiten Jahreshälfte:

  • mein Podcast, für den acht Folgen fast fertig sind. Intro und Outro warteten ewig auf den letzten Schliff.

  • die buddhistische Studienprüfung, die ich seit Jahren machen wollte. Ich kam überhaupt nicht zum Studium der buddhistischen Schriften.

  • die Yoga-Lehrer-Ausbildung, zu der ich mich aus einem Impuls heraus angemeldet hatte, beinhaltete sehr viel Stoff und ich war immer hinterher.

Ich war kurz davor, aufzugeben, aber NO WAY! Ich nahm meinen Mut zusammen und sprang ins kalte Wasser:

  • Den Essay für die Studienprüfung schrieb ich an einem Wochenende runter. Warum auch nicht? Ich praktiziere seit fast 20 Jahren Buddhismus. Wenn ich nicht bestehe? Na und? Es ist ja eine Übung für mich selbst.

  • Die Yogaprüfung habe ich an einem Tag einfach gemacht, ohne weiter darüber nachzudenken. Ich hatte das Bedürfnis, das zu zeigen, was ich kann. Ohne Sorge, ob es genug sein würde. Das sollten diejenigen beurteilen, die mich bewerten würden. Und ich habe bestanden ????

  • Den Trailer des Podcasts habe ich so gelassen wie er war. Als Outro habe ich ihn auch an die Episode angehängt. Ganz einfach. Ich finds prima, auch wenn tolle Effekte fehlen, die ich in anderen Podcasts schon gehört habe.


Ausblick auf das nächste Jahr

Diese Dinge wünsche ich mir für 2022

????So platt es klingt, aber mein wichtigster Wunsch für 2022 ist, dass viel schöne Zeit mit meiner Familie verbringe, meinen Garten schön gestalte und darin wirke.

???? Direkt darauf folgt, dass ich in 2022 mein Onlinezuhause aufbaue. Da fühlen ich und meine Kundinnen uns wohl. Es ist gemütlich, nährend, erfrischend, freudig und macht glücklich, und jede kommt so in ihre Kraft, wie sie es braucht ☺️❤️

???? Direkt damit hängt meine Gesundheit zusammen. Für 2022 wünsche ich mir, dass ich achtsam und liebevoll mit meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele bin.

Das habe ich in 2022 schon konkret vor

Ich werde My soul journey so richtig launchen. Darauf freue ich mich schon unheimlich, denn das Programm ermöglicht so wertvolle Prozesse für Mamas mit chronischer Erkrankung und eigentlich für alle Frauen.

Außerdem werde ich in 2022 wieder einen Kongress machen (oder etwas kongressähnliches). Der Arbeitstitel lautet: Mama & MS: Deine SELBSTFÜRSORGE-Konferenz. Bestimmt fällt mir noch ein schneidigerer Titel ein!

In 2021 habe ich Karten mit Tagesimpulsen für chronisch kranke Mamas entwickelt. Ich liebe Karten mit Tagesimpulsen. Mehr als Bücher, denn ich kann sie leicht irgendwo aufstellen, wo ich sie sofort sehen kann. In 2022 werde ich die Karten veröffentlichen.

Vor ein paar Tagen habe ich mich zu Judith Peters Content Society angemeldet. Ein Jahr lang werde ich in der Gruppe bloggen. Das hatte ich mir schon so lange gewünscht, und in 2022 wird es endlich wahr ????

Seit ca. 10 Jahren liebäugele ich damit, eine Heilpraktikerausbildung zu machen. Gleichzeitig habe ich großen Respekt davor, denn die Prüfung soll, gerade hier im Rheinland, ziemlich schwer und aufwändig sein. Im Oktober habe ich mich mit einer Heilpraktikerausbilderin getroffen, und im Januar 2022 wollen wir mal sehen, ob wir zusammenarbeiten können und möchten.

Mein Motto für 2022

***Dumroll*** „Let the fun begin!“

In 2022 geht die Achterbahnfahrt so richtig los! Let the fun begin! Ich erwarte Spaß, Spiel, Freude, Leichtigkeit. Ich bin gespannt ????

Vielen Danke liebe Judith Peters, für deine Begleitung im Prozess dieses Jahresrückblicks! Ohne den #jahresrückblog21 hätte ich das vermutlich nie gemacht.

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